Welcome to the United States

Welcome to the United States

Wir sind angekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten – den vereinigten Staaten von Amerika. Noch nie war ein Grenzübertritt so spannend und deutlich wie von Mexiko nach Kalifornien.

 

Die ersten Kilometer bis San Diego

Wow – wir waren nun tatsächlich in USA und konnten es selbst kaum glauben. Die ersten Tage verbrachten wir in der grenznahen Großstadt San Diego. Auf unserem Weg mussten wir natürlich auch noch die Vorräte auffüllen, da es nicht erlaubt ist, Lebensmittel mit über die Grenze zu nehmen. Das hätte zwar wahrscheinlich niemanden interessiert, ein Risiko wollten wir aber dennoch nicht eingehen (auch wenn wir aufgrund des zu erwartenden Bierpreises ein gewisses Risiko fast in Kauf genommen hätten). Also ab zum Walmart und Großeinkauf starten… das dachten wir zumindest. Dass es teurer wird als in Mexiko wussten wir ja bereits, aber dass es uns so aus den Latschen haut dachten wir nicht. Mittlerweile kennen wir wesentlich günstigere Grocery Stores als Walmart, dennoch sind die Preise teilweise locker 2 und manchmal sogar 3 Mal so hoch wie in Deutschland. Das heißt 4-5 Mal so hoch wie wir es die letzten 6 Monate von Mexiko her gewöhnt waren. Nun gut, es hilft ja nichts, und irgendwas müssen wir ja essen und trinken. Günstig sind vor allem die ganzen Fertigprodukte und Lebensmittel mit viel Zucker oder Fett. Das ganze gesunde Zeug kostet eine ordentliche Stange Geld. Wir kauften also das Nötigste ein und machten uns dann noch auf den Weg zum Grocery Outlet, einem sehr guten Supermarkt, der seine Regale mit übrig gebliebenen Lebensmitteln der Großhändler füllt. Das heißt nicht, dass die Waren schlecht sind, sondern dass man eben das nehmen muss was es derzeit gibt. Jeder Grocery Store hat ein anderes Sortiment, da die „Überbleibsel“ natürlich variieren. Hier wurden wir schon eher fündig und bekamen wieder die übliche Gesichtsfarbe zurück. Der Großeinkauf konnte also los gehen. Da es nun schon dunkel wurde, machten wir uns zu unserem ersten Übernachtungsplatz auf. An einem großen Parkplatz an der Mission Bay fanden wir ein ruhiges freies Plätzchen für uns. Die Frage ob wir hier übernachten dürfen oder nicht, erledigte sich auch gleich, da neben uns noch ungefähr 20 andere Wohnmobile parkten. Die Mission Bay ist einer der wenigen Spots in San Diego, an denen es toleriert wird mit dem Wohnmobil zu übernachten. Einige der Camper leben dort sogar dauerhaft, so hat man uns erzählt.

 

Balboa Park

Den ersten „richtigen“ Tag verbrachten wir dann im größten Park der Stadt. Mitten im Zentrum befindet sich der Balboa Park, der etliche Museen und den berühmten San Diego Zoo beheimatet. Wir schlenderten durch den Park und wollten uns das San Diego Air & Space Museum ansehen. Dort kann man unter anderem die Spirit of St. Luis besichtigen. Doch beim Anblick der Eintrittspreise verging uns der Spaß dann relativ schnell. 20$ pro Person. Das wären 40$, also umgerechnet 35€ Eintritt gewesen. Für ein „windiges“ Museum??? Nein Danke…. von außen war es dann auch ganz schön 😉

Es gab aber natürlich noch viele weitere Dinge in dem (übrigens sehr gepflegten) Park zu entdecken.

 

 

Coronado, Downtown & Old Town

Am zweiten und dritten Tag haben wir uns einfach noch weiter die Stadt angesehen. Über eine riiiiiiiieeeesige Brücke kann man vom Festland auf die kleine Halbinsel Coronado hinüber fahren. Von dort aus hat man dann am Abend einen gigantischen Blick über die Skyline von San Diego. Da wir am späten Abend nicht mehr zurück ins Zentrum fahren wollten, war wieder mal City Camping angesagt. Das versuchen wir zwar so gut es geht zu vermeiden, aber mitten in der Stadt hat man leider keine große Auswahl an Stellplätzen. In San Diego war es noch relativ leicht einen Parkplatz in einer Seitenstraße zu finden. In Los Angeles dagegen war das der reinste Horror… doch dazu später mehr.

Natürlich wollten wir uns auch San Diego Downtown nicht entgehen lassen. Doch die war leider etwas unspektakulär. Sehr gefallen hat uns aber das Gaslamp Quarter. Das hat seinen Namen logischerweise von den großen antiken Gaslamps, die hier noch als Straßenlaternen fungieren. Das Gaslamp Quarter hat unzählige Restaurants jeder Preisklasse. Was uns hier auch das erste Mal richtig aufgefallen ist sind die vielen Obdachlosen, die ihr Hab und Gut entweder auf dem ganzen Gehweg ausbreiten, oder mit dem „geliehenen“ Einkaufswagen durch die Gegend kutschieren. Die Spanne zwischen Arm und Reich ist nun besonders deutlich zu sehen. Egal ob San Diego, Los Angeles oder sonst wo. Neben den ganzen superreichen Promis mit ihren multimillion-Dollar-Villen in Hollywood und den Luxus-Sportwagen sieht man eben auch sehr viel Armut.

Besonders angetan hat es uns dann noch das historische „Old Town“…. man spürt noch deutlich den mexikanischen Einschlag und fühlt sich gleichzeitig ein klein bisschen wie im Wilden Westen. Es sind alte Geschäfte, ein Museum, ein Saloon und ein Hotel rund um den Platz verteilt. Alle Gebäude sind entweder noch original erhalten, oder wurden nachgebaut. So spazierten wir in dem Park herum und schauten uns alle Gebäude von innen an. Die Kutsche auf dem Foto ist eine der ersten dieser Art und wurde nicht oder kaum restauriert. Ein absolutes Einzelstück und äußerst interessant anzusehen.

 

 

Los Angeles

Eigentlich wollten wir ja zwischen San Diego und LA einen Zwischenstopp machen, da es immerhin Freitag Mittag war und wir auf jeden Fall den Freitag-Nachmittag-Verkehr vor LA vermeiden wollten. Doch unser Plan ging nicht ganz auf und wir standen schneller als uns lieb war mitten im Stau. Auf einer 7-spurigen Autobahn (pro Seite versteht sich) 50 Kilometer vor unserem Nachtplatz. Oha… das waren nochmal ganz andere Dimensionen als Mexiko City. Aber selbst im Stau wurde uns nicht langweilig. Es war ja alles so neu und überwältigend. Unsere Lieblingsbeschäftigung: Autos bestaunen! Je weiter wir Richtung LA kamen desto teurer wurden die Karossen. Am laufenden Band fuhren Teslas, Ferraris, Lamborghinis, Bentleys, BMW M3´s, M5´s und wie sie alle heißen vorbei. In Kalifornien sind die Vorschriften bzgl. Emissionen sehr streng, deshalb sieht man viele Elektroautos von z.B. Tesla fahren. Dieselfahrzeuge gibt es bis auf LKW´s äußerst selten. Wir mussten tatsächlich erst mal eine Tankstelle in Kalifornien finden die überhaupt Diesel verkauft. Die Gallone Diesel kostete (etwa 3,8 Liter) übrigens um die 3,80$, was umgerechnet etwa 3,00€ entspricht. Also weit unter 1€ der Liter, so günstig war es seit Ecuador nicht mehr. Benzin war im Gegensatz zu Deutschland sogar noch billiger.

Wir kamen also erst recht spät auf unserem anvisierten Parkplatz in LA an und bemerkten gottseidank noch kurz vorm ins Bettgehen ein Schild „No overnight parking – tow away zone“. Na prima… wir mussten also umparken. Wir fanden einen Parkplatz an einer viel befahrenen Straße. Der war zwar nicht der Leiseste, doch zumindest war das Parken dort über Nacht erlaubt.

Ganz optimistisch starteten wir in den ersten Tag und freuten uns auf alles, was wir sonst nur aus dem Fernseher kannten.

 

Erste Station: Venice Beach

Kurze Entfernungen gibt es in LA leider nicht. Also zurück auf den 7-spurigen Freeway und schwupps – 40 Kilometer später waren wir auch schon am ersten Ziel 😉

Wäre da nicht das Drama mit der Parkplatzsuche gewesen… es war ja eh schon kein ausreichend großer Parkplatz frei, aber dann noch das Schildermeer mit Verboten und Hinweisen. Wir wären fast wahnsinnig geworden. Parken? Ja – aber:

 

– Nicht von 7 Uhr Abends bis 7 Uhr Morgens

– Nicht von 9 Uhr Vormittags bis 8 Uhr Abends

– Nicht an Dienstagen, Donnerstagen und Sonntagen zwischen 13 und 18 Uhr

– Nicht am Montag / Dienstag von 7:30 Uhr bis 9 Uhr Vormittags wegen Straßenreinigung

– Nur für Anwohner

– Nur für 2 Stunden

– Nur für Anwohner mit der grünen Karte

– Nur für Anwohner mit der roten Karte

– Nur für Fahrzeuge unter 5 Meter Länge oder 3 Meter Höhe

– Nicht für Busse oder Wohnmobile

Und und und…

 

Die Liste kann man beliebig erweitern. Es ist unglaublich wieviele Schilder in Los Angeles das Parken regeln. Wir haben oft stundenlang nach einem Parkplatz gesucht, da es wie in jeder Großstadt schlicht und einfach viel zu viele Autos für viel zu wenige Parkplätze gibt. Nach einer schier endlosen Suche sind wir dann aber gottseidank noch fündig geworden und konnten den Strand genießen. Ein Hinweis für alle die nach LA fahren: Die Parklücken sind nicht immer für jeden Auto ausreichend groß. Kontaktparker sind weit verbreitet (der Chevy, der sich beim Einparken hinter uns „geringfügig“ verschätzte, rechnete nicht damit, dass unsere Anhängerkupplung seiner windigen Kunststoff Stoßstange nicht wirklich nachgibt).

Anyway… wir spazierten am berühmten Venice Beach entlang des Ocean Front Walks. Das war ein richtig schöner Spaziergang bei dem man alle möglichen skurillen Gestalten sieht. Hochbegabte Skateboarder in Half-Pipes, die Muskelmänner am Muscle Beach, selbst ernannte Künstler die ulkige Kunstwerke anbieten, Marihuana-Doktoren, Überlebenskünstler-Hippies und wie überall – Obdachlose. Die USA sind wirklich ein Land der Extreme, das bekamen wir hier deutlicher denn je zu spüren – und zu sehen. Apropos Marihuana-Doktoren… Gras ist in Kalifornien legal und wird natürlich auch fleißig geraucht. Es riecht ÜBERALL… wirklich ÜBERALL nach Marihuana. Auch wenn es vielleicht nicht jeder versteht und sich manch einer fragt, wie man das nur verschmähen kann, aber wir fanden es einfach nur widerlich den Geruch überall in der Nase zu haben… Sorry 🙂

Am nächsten Tag hatten wir dann seit langem wieder mal mit Dauerregen zu kämpfen. Wer denkt, in Kalifornien sei es immer warm und sonnig, der irrt. An dem Tag blieb uns leider nichts anderes übrig als uns in ein Café zu setzen und das WiFi zu nutzen. Naja… ist ja auch mal ganz angenehm.

Am Montag wurden wir dann etwas unsanft geweckt. Wir waren uns eigentlich sicher, dass wir an der Straße über Nacht parken können, doch die Straßenreinigung war nicht Dienstag, sondern doch schon Montags. Das heißt -> absolutes Halteverbot von 6:30 Uhr bis 10:00 Uhr. Verdammt!!!! Wir hatten extra noch geschaut, aber wir mussten natürlich nun schnellst möglich wegfahren. Also sind wir in voller Schlafanzug-Montur nach vorne gehüpft und Richtung Santa Monica gefahren. Wer aber hier einen Parkplatz sucht, ist ebenso hoffnungslos verloren. Maximal 2 Stunden und das Parken über Nacht ist grundsätzlich verboten. Wir wissen nun, dass man einen halben Tag locker mit Umparken und Parkplatzsuche verbringen kann. In Santa Monica wollten wir uns noch den Santa Monica Pier ansehen. Ein langer Steg, der das offizielle Ende der Route 66 darstellt. Auf dem Steg tummeln sich hunderte Touristen, fliegende Händler und am Ende gibt es noch ein großes Restaurant. Der Spaziergang war dann wirklich eine willkommene Erholung zu dem ganzen Parkplatzwahnsinn…

 

 

Auf dem Mulholland Drive nach Hollywood

Da uns die ganze Umparkerei irgendwann gehörig auf den Zeiger ging, beschlossen wir gleich noch nach dem Santa Monica Pier nach Hollywood zu fahren. Über den Mulholland Drive (Panoramastraße in den Bergen LA´s) fuhren wir so nah wie möglich an den bekannten Hollywood Schriftzug heran. Schon toll, das mal in Echt zu sehen. Das typische Touri-Foto durfte da natürlich nicht fehlen 😉

 

 

Walk of Fame

Weiter ging es zum nächsten Pflichtprogramm, dem Walk of Fame. Natürlich liefen wir hier entlang der Stars und Sternchen und suchten uns unsere Helden der Kindheit aus. Ob wir fündig geworden sind? Seht selbst 😉

Neben den Sternen im Sidewalk gibt es noch viele andere tolle Sachen dort zu sehen. Mal mehr interessant, mal weniger. Neben einigen Theatern und Kinos kamen wir auch an einer rießigen modernen Scientology Church vorbei. Der „nette“ Herr vor der Church kam sofort auf uns zu und lud uns auf eine gratis Filmvorstellung in der Kirche ein. Zuuuuuufällig hätte der kostenlose Selbsttest… äääääh der Film genau da begonnen als wir aufgehalten wurden. Wir lehnten aber dankend ab und setzten mit einem Schmunzeln unseren Spaziergang fort 🙂

 

 

Beverly Hills

Der Wohlstand hat uns ja die letzten Tage in LA schon sehr angesprungen, doch als wir nun eine Runde durch Beverly Hills drehten, war der pure Luxus nochmal deutlich zu sehen. Wir hatten keine Ahnung wo welcher „Star“ seine Villa hier hat, dennoch war es interessant mal durch diese Gegend zu kurven (Mit einem 30 Jahre alten Mercedes zieht man hier übrigens jede Menge Blicke auf sich ;-))

Angeblich leben hier in Beverly Hills gar nicht mehr so viele Stars wie vor ein paar Jahren. Scheinbar ist Malibu der neue Hotspot der Reichen und Schönen. Zu der Jahreszeit sind aber sowieso wahrscheinlich eher wenig Promis anzutreffen.

 

 

Joshua Tree Nationalpark

Mit Beverly Hills hatten wir auch unseren letzten Programmpunkt abgehakt und waren uns beide einig, dass wir dringend aus der Stadt raus müssen. Los Angeles war ganz toll, aber kein unbedingtes „Muss“. Alle Sehenswürdigkeiten liegen sehr weit auseinander und man verbringt die meiste Zeit mit Fahren und Parkplatz suchen. Nun waren wir froh, uns neuen spannenden Zielen in den unendlichen Weiten widmen zu können. Es regnete den ganzen Tag, somit war das Wetter ideal für einen langen Fahrtag. Denn aus LA raus zu fahren, dauert locker mal 3-4 Stunden. Während der Fahrt besserte sich das Wetter nicht wirklich. Wir hatten gehofft, dass es zumindest das Regnen aufhört, denn ein Besuch in einem Nationalpark macht nur Spaß wenn es zumindest trocken ist. Der Joshua Tree NP hat seinen Namen vom Joshua Tree oder auch Yucca genannt, die hier in dieser Gegend, östlich von Los Angeles wächst. Wir kauften uns gleich am Eingang des Nationalparks einen Annual Pass, mit dem wir in alle Nationalparks und National Monuments eintreten dürfen. Der Pass ist mit 80$ vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz billig, wenn man aber wie wir mehrere Monate, und somit auch mehrere Nationalparks besucht, rechnet sich das sehr schnell. Ein Eintritt kostet nämlich meist alleine schon zwischen 10 und 30 Dollar pro Person. Am nächsten Tag hatten wir Glück und das Wetter wurde schlagartig besser. Die Sonne kam raus und wir waren sofort fasziniert von dem Zusammenspiel der gigantischen Felsen und Pflanzen die es hier im Nationalpark zu sehen gibt. Eine frisch asphaltierte Straße führt quer durch den Park und man hat immer wieder die Möglichkeit anzuhalten, auszusteigen und diverse Wanderwege entlang zu gehen. Die Wege sind mal „moderate“ mit nur ein paar hundert Metern, bis hin zu „extremely difficult“ mit mehreren Meilen und Stunden Wanderzeit. Wit entscheiden uns für einen bunten Mix aus mehreren Wegen, damit wir die Vielfalt des Parks (so wurde es uns am Visitor Center empfohlen) kennenlernen. Der ganze Park ist absolut top gepflegt und besitzt eine ausgezeichnete Infrastruktur. Die Straßen sind perfekt und an den Trail Heads gibt es immer ausreichend große Parkplätze mit Toiletten und Infos zum entsprechenden Wanderweg. Wir wanderten zunächst ein paar kleinere Wege entlang. Zum Beispiel ins „Hidden Valley“ oder ins „Wonderland of Rocks“. Etwas anstrengender war dafür der Aufstieg zum Ryan Mountain. Dafür wurden wir aber mit einer grandiosen Aussicht über den ganzen Park belohnt. Bei manchen Trails konnte man auch noch Relikte aus der alten Goldgräberzeit bestaunen, oder wie im Cactus Garden ein Meer aus Cholla Kakteen. Die Möglichkeiten im Joshua Tree NP sind wirklich vielfältig und man kann sich 2-3 Tage locker aufhalten. Wir hatten irgendwann das Gefühl genug gesehen zu haben und wollten uns auf den Weg zu unseren Freunden, Rick & Heather nach Phoenix machen. Kurzer Rückblick: Wir haben die beiden in Baja California kennengelernt. Sie haben uns zu einer Bootstour eingeladen und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Da wir die zwei unbedingt wieder sehen wollten, verabredeten wir uns auf ein Treffen bei Ihnen zu Hause in Scottsdale (Phoenix).

Nach 3 Tagen im Joshua Tree verbrachten wir noch eine Nacht auf BLM-Land, direkt vor dem südlichen Eingang des Parks. BLM-Land (Bureau of Land Management) ist für Camper bis zu 14 Tage frei zugänglich, das heißt man darf hier mit einem Wohnmobil bzw. RV wie die Amis sagen bis zu 14 Tage kostenlos campen. Vorraussetzung ist natürlich dass man keinen Müll hinterlässt und komplett autark ausgestattet ist (unabhängig von Strom, eigene Toilette, eigenes Wasser).

 

 

Kofa Wilderness Area

Einen kurzen Zwischenstopp vor Phoenix wollten wir aber noch machen. Die Kofa Wilderness Area lag günstig gelegen neben dem Highway No. 10, gleich neben dem Snowbird-Wintercamp Quartzsite. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus als wir am Highway entlang fuhren. Ein Meer aus weißen Mobilehomes links und rechts entlang der Straße. Dass Quartzsite das größte Wintercamp in USA ist, glauben wir gerne! In der Kofa Wilderness Area war auch einiges los, doch das Gebiet ist riesig und wir fanden problemlos einen Platz für uns. Wieder einmal waren wir mitten im Kaktus-Wonderland. Zwei Nächte blieben wir hier stehen und wäre es nicht so kalt geworden, wären es vielleicht noch mehr geworden. Wir hörten schon immer in den Gesprächen mit den Amis, dass es dieses Jahr ganz untypisch kalt ist für diese Jahreszeit. Na toll… ausgerechnet dann, wenn wir das erste Mal hier sind…

 

 

Scottsdale – Zu Gast bei Heather & Rick

Per Email hatten wir uns vorab schon angekündigt und unsere Vorfreude war riesengroß. Wir hatten geplant, ein paar Tage in Scottsdale zu bleiben und schöne gemeinsame Tage zu genießen. Das ist uns auch mehr als gelungen. Am späten Nachmittag trafen wir in Scottsdale ein und wurden auch schon an der Haustüre erwartet. Wir waren wieder mal überwältigt von ihrer Gastfreundschaft. Sofort wurde uns das Gästezimmer mit Bad gezeigt und wir sollten uns wie zu Hause fühlen. Einen Haustürschlüssel bekamen wir auch gleich in die Hand gedrückt. Ihren Jeep konnten wir jederzeit benutzen – wir mussten sogar unser Auto stehen lassen 😉

 

Hall of Flame

Auf jeden Fall fühlten wir uns richtig wohl und so vergingen die Tage wie im Flug. Den ersten Tag in Scottsdale nutzten wir gleich mit dem Besuch des Hall of Flame Museums. Dabei handelt es sich um das größte Feuerwehrmuseum der Welt. Für Matthias war das als Feuerwehrler natürlich absolutes Pflichtprogramm. Diesmal war der Eintritt mit 10$ pro Person auch für unser Reisebudget angenehm gestaltet und wir verbrachten einen schönen Tag im Museum. Es sind über 90 verschiedene Fahrzeuge ausgestellt. Von alten Wagen, die noch von Hand zum Einsatz gezogen und auch per Handpumpe bedient wurden, bis hin zu neueren Löschfahrzeugen aus allen Teilen der Welt. Dazu gibt es allerlei Sehenswertes aus der ganzen Welt rund um die Feuerwehr. Sogar ein Trümmerteil des World Trade Centers ist hier als Denkmal ausgestellt.

Anschließend probierten wir noch das erste Mal (amerikanisches) Fastfood. In einer großen Shopping Mall spazierten wir noch ein wenig herum um dem schlechten Wetter zu entfliehen. Bei PandaExpress kehrten wir dann zum verspäteten Lunch ein. Unser Fazit: Vom Preis her nicht spottbillig aber im Vergleich zu anderen Fastfood Ketten noch im Rahmen. Wir bezahlten für ein kleines und ein mittleres Essen insgesamt 17$ (ca. 15€). Damit wurden wir aber auch pappsatt. Vom Geschmack her war es wirklich lecker, allerdings sehr ölig. Wir sind schon gespannt auf den nächsten Schachtelwirt. Unser Ziel ist es, zumindest die bekanntesten Schnellrestaurants, die es in Deutschland nicht gibt einmal zu probieren.

 

 

Jeep Tour in die Wüste

In Baja California haben uns Heather und Rick schon erzählt, dass sie ein eigenes kleines Unternehmen haben. Sie besitzen mehrere Jeeps und organisieren Touren in die Wüste. Wir haben davon natürlich auch einiges mitbekommen und kamen auch mit ihren Guides immer wieder mal ins Gespräch. Als uns die Beiden dann eingeladen haben bei einer Jeep Tour mitzufahren, haben wir uns riesig darauf gefreut und wurden nicht enttäuscht. Einen Tag vor unserer Tour spielte das Wetter ganz schön verrückt und es schneite unweit von Scottsdale. Wir fanden das ja weniger berauschend… Schnee, den haben wir zu Hause auch wieder… aber die Einheimischen waren total aus dem Häuschen. Schnee in der Wüste, dass kommt eigentlich nie vor. Unser Guide Lesley steckte uns dann mit ihrer Freude über das Schneespektakel schließlich auch mit an. Wir waren absolut begeistert von unserer Tour. Mit viel Humor erzählte sie uns nicht nur die Geschichte über den Ort, sondern erklärte uns auch sehr eindrucksvoll die hiesige Flora und Fauna.

 

 

Wir nutzten die Zeit in Scottsdale auch für eine kleine Reparatur, die uns schon seit ein paar tausend Kilometern im Nacken hängt. Leider fanden wir die Teile weder in Kolumbien, noch in Mexiko. Erst bei Mercedes in USA konnten wir die benötigten Teile vorab online bestellen, sodass wir es bis hier raus zögern mussten und – gottseidank auch konnten. An der Einspritzpumpe waren die Druckhalteventile undicht geworden, sodass wir hier 4 Dichtungen erneuern mussten. Das war an sich keine komplizierte Sache, doch kann man beim kleinsten Fehler die ganze Pumpe ruinieren, was das Ende der Reise hätte bedeutet können. Also mit viel Fingerspitzengefühl und ganz sauber Schritt für Schritt arbeiten. Zum Glück lief alles glatt und die Reparatur war in etwa 2 Stunden erledigt.

 

Auf dem Foto unten sieht man auch die German Sausage Company. Das kam ganz zufällig… wir schauen uns im Erwin abends oder an Regentagen gerne mal einen Krimi, eine Dokumentation oder sonst was an. An einem Abend in Mexiko haben wir uns die Sendung „Lebenslinien“ vom Bayrischen Rundfunk angesehen. In dieser Folge ging es um das Leben von Wolfgang Fierek. Wer ihn kennt weiß, dass er sehr oft in Arizona ist und sogar überlegt ganz auszuwandern (vielleicht hat er es ja mittlerweile getan?). In der Dokumentation wurde ein Ausschnitt gezeigt, wo er in Phoenix (was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Routenplanung hatten) zu einem deutschen Metzger fährt und dort Bratwürste einkauft. Der Metzger wurde natürlich gleich in unserer Karte vermerkt und wie es der Teufel haben will, wohnen Heather und Rick nur wenige Kilometer entfernt 😀

Wir machten uns also auf die Spuren des Wolfgang Fierek und probierten den deutschen Metzger aus. In Mexiko hat das ja nicht so gut geklappt, das hatte mit deutscher Wurst nicht viel gemeinsam. Aber diesmal war es zum Glück anders. Wir kauften Wiener, Weiße und ein paar Bratwürste. Alles war richtig lecker und auch Rick war begeistert von den deutschen Sausages 😉

 

 

Phoenix Herpetological Society – Reptile Sanctuary

Dank Heather und Rick hatten wir auch noch das Glück eine Auffangstation für Reptilien besichtigen zu können. Hier werden hauptsächlich Krokodile, Giftschlangen und Schildkröten gehalten, die irgendwann irgendwo gerettet wurden. Meist kommen die Tiere aus der Umgebung von Leuten, die sie illegal gehalten haben oder keinen Platz mehr dafür hatten. Die Tiere werden dann hier aufgenommen und wenn möglich, wieder in ihre natürliche Umgebung zurückgesetzt. Die ganze Organisation basiert auf Freiwilligen, einer handvoll festen Mitarbeitern und Spenden von Firmen, Geschäften und Privatpersonen. Ein Großteil des Futters wird zum Beispiel von den umliegenden Supermärkten gespendet. Wir bekamen von einer Mitarbeiterin eine super Führung durch die verschiedenen Gehege. Vorbei an den Schildkröten (unter anderem Galapagos-Schildkröten mit mehreren hundert Kilo!) ging es zu den Alligatoren, Kaimanen und Krokodilen und danach in das „Schlangenhaus“. Dort erwarteten uns alle möglichen giftigen und ungiftigen Schlangen, von winzig bis riesig. Zwei ausgewachsene Klapperschlangen sind auch zu sehen – beide haben tatsächlich schon ein Menschenleben auf dem Gewissen. Ein sehr interessanter Nachmittag bei dem wir nicht nur viel lernten, sondern auch mal eine Fütterung von 500 Kilo Krokodilen aus 3 Metern Entfernung sehen konnten. Das Schild „Can you make it to the fence in 2 seconds? WE can!“ ist übrigens nicht zum Spaß angebracht. Man glaubt gar nicht wie schnell so ein Schnappi sein kann.

 

 

Abschied

Leider rückte unser Abschied immer näher. Wir haben unseren Abreisetag schon zweimal verschoben, weil wir einfach nicht fahren wollten (und durften 😉 ). Doch es musste ja weiter gehen. Das Wetter wurde auch rund um Phoenix besser und wir beschlossen abzureisen. Noch ein letzter gemeinsamer Abend bei hervorragendem Dinner, einem Gläschen Wein und gemütlicher Runde und wir verabschiedeten uns am Morgen des 5. März von Heather und Rick. Der Abschied war wirklich hart und wir waren uns alle einig – das war kein Goodbye für immer… eher ein „See you later…“ 🙂

 

 

Apache Trail

Wir verließen Scottsdale Richtung Osten. Unser nächstes Ziel bzw. unsere weitere Route führte durch den Apache Trail. Das ist ein „Scenic Drive“, bei dem man an tollen Aussichtspunkten, sowie dem Apache Lake und dem dahinter liegenden Roosevelt Lake mit dem Roosevelt Dam vorbeikommt. Eine historische Route die nur zum Teil asphaltiert ist. Gleich ziemlich am Anfang hatten wir sogar das Glück eine Gruppe der seltenen Bighorn Sheeps zu erspähen. Wir hatten zwei tolle Stellplätze im Tonto National Forest und konnten an einem Abend bei wunderbarem Blick auf den Roosevelt Lake sogar Grillen. Dank Rick hatten wir nämlich nun einen Grillrost und der wurde hier gleich mal eingeweiht.

 

 

Tonto National Monument

Neben dem Roosevelt Lake befindet sich auch das Tonto National Monument. In dieser Gegend gibt es viele der so genannten Cliff Dwellings. Es handelt sich dabei um alte Behausungen der Indianer, die im 15 Jahrhundert aus bisher ungeklärten Gründen einfach verlassen wurden. Das Besondere dabei ist, dass diese Hütten oder Häuschen mitten in den Fels gebaut wurden. So hatten die etwa 50-80 Indianer Schutz vor Wind und Wetter und – ganz wichtig natürlich – vor Angreifern. Man kann viele dieser Cliff Dwellings noch Heute ansehen. Leider ist auch hier wie so oft dank Vandalismus nicht mehr alles erhalten, doch man bekommt am Eingang gleich einen kurzen Film gezeigt wie es zu der damaligen Zeit ausgesehen haben muss. An dem kurzen Wanderweg hinauf sind auch immer wieder Schilder angebracht wo man sieht, wie die Indianer dieses Bauwerk damals errichteten und für was es genutzt wurde.

 

 

Red Rock Country… und wieder Phoenix?

Nach dem Apache Trail ging es steil bergauf in die Höhe. In Phoenix war es noch angenehm warm, wir hatten super T-Shirt Wetter. Doch das änderte sich nun schlagartig mit den zunehmenden Höhenmetern. Über Payson fuhren wir nach Camp Verde und dann weiter nach Sedona. Immer mit dem Ziel „Grand Canyon“ vor Augen. Wir haben uns wirklich viel Zeit gelassen, da es am Grand Canyon immer noch Minusgrade und Schnee hatte. Es wollte einfach nicht wärmer werden da oben. Also krebsten wir einige Tage rund um Sedona herum und warteten ab. Den ersten Tag in der Red Rock Country verbrachten wir schon mal damit, den Scenic Drive abzufahren und kleine Wanderungen zu unternehmen. Es war ein schöner sonniger, wenn auch kühler Tag und wir fuhren entlang der Straße Nr. 179 vom Freeway Nr. 17 aus nach Sedona. Die Strecke ist wirklich großartig und man hat zahllose Möglichkeiten immer wieder mal anzuhalten und zu wandern oder einfach die Aussicht zu genießen. Auf die Idee sind natürlich auch noch tausende andere Touristen gekommen und so haben wir schon mal einen ersten Vorgeschmack auf das was noch kommt erhalten. Am nächsten Tag ging es dann los… es regnete und die Temperaturen fielen knapp über den Gefrierpunkt. So sollte es die nächsten Tage bleiben… und wir waren noch nicht mal am Grand Canyon. Dort sagte der Wetterbericht sogar noch kälter an (Der Grand Canyon liegt auf ca 2100 Metern Höhe). Wir mussten uns also irgendwas einfallen lassen. So macht im-Erwin-unterwegs sein trotz Heizung und warmer Decke nämlich keinen Spaß. Wir vertrieben uns die Zeit mit im Internet Surfen, Wetterberichte studieren und alternativen Routen ausdenken. Doch es half alles nichts, der Wetterbericht sagte für mindestens noch 10 Tage Minusgrade und viel Regen am Grand Canyon an. Sedona liegt auf ungefähr 1500 Metern und in alle Richtungen (außer Phoenix) geht es bergauf, das heißt -> es wurde in allen Richtungen kälter. Nach langem Hin & Her haben wir uns entschieden bei Heather und Rick anzufragen, ob sie uns nochmal für ein paar Tage ertragen würden. Und ihr könnt euch sicher denken was die Antwort war. Sie waren natürlich mehr als einverstanden. Wir MUSSTEN quasi wieder nach Scottsdale kommen (Rick freute sich schon insgeheim wieder auf viel Fleisch, da er in Matthias einen neuen Fleisch-Ess-Partner gefunden hatte).

 

 

Hello again!

Nach einem langen anstrengenden Tag auf dem Freeway Nr. 17 kamen wir spät am Abend in Scottsdale an. Wieder wurden wir mit offenen Armen empfangen und es fühlte sich so an, als wären wir nie weg gewesen. War ja auch nicht viel Zeit dazwischen… 😉

Die Tage verbrachten wir diesmal mit der Reparatur unserer Wasserpumpe unter der Küche. Das nicht gerade günstige Scheissding meinte nach nicht mal zwei Jahren undicht zu werden. Bemerkt haben wir das in Sedona als der „See“ auf dem Boden auch nach dem Wegwischen wieder kam. In Scottsdale hat Matthias dann alles ausgebaut, die Pumpe zerlegt und neu abgedichtet. Seitdem ist Ruhe und wir müssen uns nicht wieder gegenseitig des „Sees“ beschuldigen 😉

Des Weiteren hatten wir die Gelegenheit, an der großen St.Patricks Parade in Phoenix teilzunehmen. Hier in den USA wird das ja riesig gefeiert und jede Stadt hat einen Umzug usw.

Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und schauten uns die Parade an. Von der örtlichen Feuerwehr über irische Tanzgruppen bis zum Chevrolet Club war alles im Umzug vertreten. Eine für uns etwas kuriose Parade, da wir eigentlich mehr irischen Einfluss erwartet haben. Es fuhr einfach alles auf und ab was irgendwie dazugehören wollte. Die Stimmung war aber super gut und es machte Spaß dem bunten Treiben zuzusehen. Am Sonntag Abend wurden wir dann von Heather bekocht. Es gab traditionelles St.Patricks Dinner. Cornedbeef mit Rosenkohl und einer raffinierten Soße (ein besonderer Senf mit geschmolzener Butter, zwar nicht unbedingt für eine Diät geeignet, doch alles war super lecker!!).

Da der Wetterbericht, zumindest für ein kurzes Zeitfenster eine Besserung am Grand Canyon vorhersagte, beschlossen wir am darauf folgenden Dienstag abzureisen. Auch wenn es uns allen schwer gefallen ist, aber wir mussten ja wieder weiter. Diesmal haben wir uns aber mal ganz vorsichtig für ein Wiedersehen in Wyoming, wo die beiden ein paar Sommermonate verbringen verabredet.

 

 

Grand Canyon

Unsere Planung sah vor einen kompletten Tag, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang am Grand Canyon verbringen. Am nächsten Tag war nämlich schon wieder Regen angesagt und so mussten wir die verfügbare Zeit voll ausnutzen. Wir übernachteten kurz vor dem Eingang des Nationalparks um gleich am Morgen zum Sonnenaufgang bei dem Mather Viewpoint zu sein. Das ist ein guter Aussichtspunkt am Grand Canyon, wenn man den Sonnenaufgang beobachten will. Um 6:38 Uhr ging die Sonne auf und es war schon richtig viel los um diese Zeit. Am Aussichtspunkt standen geschätzt 200 Leute bereit um das Spektakel zu bewundern und zu fotografieren. Der Canyon war wirklich beeindruckend. Die Dimensionen sind einfach unvorstellbar riesig und das Farbenspiel der bunten Felsen in der Sonne ist gigantisch. Bis Mittag waren wir schon mal mit Fotografieren und Wandern beschäftigt. Man kann an der Kante des Canyon (Rim) entlang wandern oder auch einen kostenlosen Shuttle Service von Viewpoint zu Viewpoint in Anspruch nehmen. Wir entschieden uns für einen Mix und fuhren die langen Abschnitte mit dem Shuttle. Später ging es dann wieder die ganze Strecke zurück zum Ausgangspunkt, dem Grand Canyon Village. Von dort aus starteten wir dann nach einer kleinen Stärkung zum zweiten Teil unseres Aufenthaltes. Wir wanderten den South Kaibab Trail den Canyon hinunter. Natürlich nicht den ganzen Canyon, das wäre in einem Tag nicht zu schaffen. Doch ein paar Kilometer kamen schon zusammen und wir hatten auch mal einen Blick „von unten nach oben“. Über den East Rim Drive fuhren wir dann (wieder mit Erwin) langsam Richtung Parkausgang. Auf dem Weg gab es allerdings noch etliche Aussichtspunkte, sodass wir schon noch ein paar Stunden beschäftigt waren. Gottseidank sind wir noch dem Tip eines Park Rangers aus Sedona gefolgt, der uns einen Aussichtspunkt nannte, der eher unbekannt ist. So hatten wir das Glück, dort total alleine an der Grand Canyon Kante zu sitzen. Am Desert View Watchtower ging dann unser Grand-Canyon-Tag zu Ende. Wir wollten uns dort eigentlich noch den Sonnenuntergang ansehen, doch das wurde uns leider von dichten Wolken verwährt.

Den berühmten Horseshoe Bend haben wir dann am nächsten Tag noch besichtigt. Diese Kurve, die der Colorado River hier zieht gehört zum Glen Canyon und wird bald ein eigenes National Monument sein. Ein kurzer Wanderweg führte vom Parkplatz zu der Aussichtsplattform. Wir haben es irgendwann auch geschafft Fotos ohne Touristen in Selfie Posen im Hintergrund zu machen 😉 Was man auf den Bildern nämlich nicht sieht – die Attraktion war an dem Tag gut besucht und man hatte selten freie Sicht.

 

 

Nun schlängeln wir uns im Südwesten hoch bis zur Grenze zu Kanada. Vor uns liegen noch zahlreiche interessante Nationalparks und ein paar Großstädte wie z.B. Las Vegas oder San Francisco. Im nächsten Eintrag berichten wir dann über unseren Aufenthalt in Utah, den Nationalparks Canyonlands, Arches, Bryce und Zion. Außerdem verbringen wir ein paar Tage in Vegas!! Doch keine Sorge, eine kurzfristige Hochzeit ist nicht geplant 😉

2 Gedanken zu „Welcome to the United States

  1. Ungeduldig erwartet, ist auch dieser Beitrag wieder ein Highlight für uns. Die Berichte, wie immer spannend und informativ, die Bilder unbeschreiblich schön, vor allem die vom Grand Canyon. Einfach wunderschöne Naturaufnahmen von den Nationalparks. Aber auch die Städteansichten sind beeindruckend; ´wenn auch für uns fast ein wenig beängstigend. Und es ist besonders schön, dass ihr so reizende Freunde gefunden habt. Danke für die umfassenden Berichte. So können wir eure Reise miterleben und nachvollziehen; per Internet informieren wir uns immer über die angefahrenen Regionen, das Wetter usw. Es stimmt wohl, was ehemalige Besucher von USA erzählen:“ Eines der schönsten Reiseländer der Welt. Macht süchtig.“ Nun, wir hoffen und wünschen euch, dass sich das Wetter bessern wird und endlich der Frühling Oberhand gewinnt. Weiterhin gute Fahrt, interessante Begegnungen am Wegesrand und unvergessliche Eindrücke. Passt auf euch auf und genießt jede Stunde; ihr habt es genau richtig gemacht. Viele liebe und herzliche Grüße aus der Heimat Evi und Georg

  2. Wie jedesmal kann ich nur staunen und bin total begeistert über eure Bilder und die Berichte.
    Ich wünsche euch besseres Wetter weiterhin Pannenfreie Fahrt und bleibts gsund und wir freuen uns sakrisch wenn wir wieder was von euch hören. Tausend Bussis und Grüsse aus Altenbach von den Daheimgebliebenen

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